Autorumms

Fast wär ich gestorben. Fast hätte mich gestern ein Riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesen LKW zermatscht. Zum Glück hab ich Reflexe.

Ich fuhr in aller Herrgottsfrühe (nojo, halb neun ist schon irgendwie noch Nacht) durch Lüneburg. Neben mir eine Klientin. Ich fuhr, wie es sich gehört auf der rechten Spur. Die Linke Spur biegt nämlich in einigen Metern nach links ab. Neben mir ein LKW, wohlgemerkt aus Lüneburg, der die Strecke also kennt. Auf einmal sehe ich aus dem Augenwinkel, wie der LKW (genau neben mir) anfängt rüberzuziehen. Auf meine Spur!!! Kurze Überlegung: Bremsen? Neee reicht nicht, dafür ist das Lkwmonster zu lang. Nach rechts ausweichen? Geht nicht. Da ist ein ziemlich hoher Bordstein und dann Bäume. Nicht gut. Gas geben um nicht zerquetscht zu werden? Guuute Idee. Also GAS!
Leider hats nicht ganz gereicht. So ein Mini-Auto kann auch nicht von jetzt auf gleich auf 100km/h beschleunigen, nech?! Der Monsterlkw hat mich alo erwischt. Da ich damit gerechnet habe, habe ich das Lenkrad ganz fest umklammert und konnte so das Schleudermanöver einigermaßen unter Kontrolle behalten. Klientin schrie, ich fluchte und dann kamen wir zum Stehen. Was dann folgte, war das übliche. Polizei (tsss Bagatellschäden werden nicht mehr aufgenommen), Adress- bzw. Firmendaten ausgetauscht und dann wieder los zur Arbeit. Zur besseren Veranschaulichung folgt eine kleine Skizze. Hier darf gelacht werden!

auto.jpg

Die erste Frage nach dem stehen bleiben von meiner Klientin: “Komm ich jetzt zu spät?” (Anmerkung d. Autorin: Sie meinte das Frühstück vor der Ergotherapie). Nee ist klar. Soviel dazu!
Nojo, jetzt hat sich ein Werkstattmitarbeiter das Auto angesehen (”Ich schätz mal so um die 1500,-) und ein Gutachter hat es auch angesehen. Bericht geht an die gegnerische Versicherung und dann läuft das – hoffe ich.

Der Schaden sieht übrigens nicht halb so dramatisch aus, wie es sich anhört:

autogedons.jpg autogedonsii.jpg

14 Kommentare zu „Autorumms“

  • Der Lord:

    Zum Glück ist ja nichts weiter passiert. Gut das mit dem Auto ist schon ärgerlich.

  • Mama:

    Hauptsache, ihr seid heil geblieben!!!

  • Markus:

    Ach du lieber Gott !!

    Hauptsache, du bist ehil geblieben und hast den blöden Brummi-Fahrer mal ordentlich angebrüllt ;)

    Blech kann mer ersetzen.

    Hoffe, dass mit dem Gutachter, usw. alles glatt läuft !!

  • Markus:

    ehil = heil *gg*

  • Ähh, geile Skizze. Solltest vielleicht als Skizzenmalerin anfangen. Ach, und wer meinte: “Nee, da brauch man keinen Gutachter, der Schaden ist viel zu gering!”. Und nächstes Mal die Klientin hauen. Die spinnt ja.
    Und gut, dass nur die Schüssel kaputt ist.

  • spitzenreaktion von Ihnen. ich weiß nicht, ob ich mich so schnell fürs gasgeben entschieden hätte.
    drück Ihnen die daumen, dass die schadensabwicklung ordentlich läuft.

  • Jule:

    @Markus: Ich war zu entsetzt zum brüllen. :( So im Nachhinein könnt ich aber….

    @Stephen: Ich habe auch schon an eine Karriere als Skizzenmalerin gedacht. Ich sehe eindeutig Potenzial.

    @emily: Dankeschön. Ich werde zu gegebener Zeit berichten.

  • Vielleicht auch als Zeichnerin am Gericht?

  • Jule:

    Hmm auch ne gute Idee. Aber nur wenn ich Photoshop benutzen darf. :)

  • Antje:

    meine güte!
    gut, dass es nur das auto erwischt hat – glückwunsch zu den reflexen!

  • geilsteclubderwelt:

    so was ! ein skandal ! scheiss LKW-Fahrer ! gut , dass dir (euch ) nichts passiert ist !
    contra Lkw
    pro Güter auf die Schienen !!!

    lg

  • Bea:

    ZUM Glück hast du es geahnt! Es hätte ja wirklich schlimmer kommen können. Ich verstehe die LKW Fahrer auch nicht, die müssen doch ihre Trucks einschätzen können. Ich habe die ERfahrung gemacht, dass die meinen, es reicht einfach anzuzeigen, dass sie die Spur wechseln können. Die kleinen müssen eben schauen, wie sie davon kommen. Das ärgert mich täglich!

  • [...] nur das Auto gelitten hat. Eine Höllenfahrt nach Lüneburg haben wir überstanden und einen Unfall bei dem zum Glück nichts weiter passiert ist. Langsam aber sicher kamen immer mehr Wehwehchen dazu, so dass man etliches an Geld in meinen [...]

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